Dieses ist der "Kleine Rundgang"
Er führt an den folgenen Sehenswürdigkeiten von Stadtlohn vorbei.

1. Haus Hakenfort
Ältestes Stadtlohner Bürgerhaus aus dem Jahre 1808 vom
Medizinalrat Dr. Josef Vogtt im klassizistischen Stil erbaut.
Es steht seit 1983 unter Denkmalschutz. 1989 durch die Stadt
Stadtlohn von der Fam. Hakenfort erworben und mit Hilfe des
Landes NRW restauriert. Einweihung 1992. Dient heute als
Haus der Begegnung und beherbergt den Verkehrsverein.
Haus Hakenfort
2. Madonnenbildnis
Erstellt, von der seit 1949 in Stadtlohn lebenden Künstlerin
Myriam Kappel. Sie ist bekannt durch ihre künstlerische Bau-
keramik , wie den Kreuzweg in der St. Otger Kirche, ein
Kriegerdenkmal, div. Grabmale u.a.
Madonnenbildnis
3. Pastorat
Pfarrhaus und Büro der kath. St. Otger Pfarrgemeinde, erbaut
1952.
4. Gedenkhalle
Diese wurde zum Gedenken der Toten der beiden Weltkriege errichtet und verbindet Rathaus und Kirche. Die barocken Bildstöcke aus dem 18. Jh. wurden aus dem gesamten Stadtgebiet nach hier versetzt und sind somit vor dem Verfall geschützt.
Gedenkhalle
5. Rathausplatz
Ehemaliger Friedhof und Beerdigungsstätte von 800 bis 1807.
 
6. St. Otger Kirche
St. Otger in Stadtlohn gehört zu den vier Urpfarreien im Bistum
Münster. Im Jahre 800 gegründet durch den hl. Ludger, den
1.Bischof von Münster, noch bevor 804 das Bistum Münster gegründet wurde. Der hl. Otger war Diakon und Sohn eines Angelsächsischen Grafen. Sein Grab befindet sich auf dem Odilienberg bei Roermond / Belgien. Im gesamten deutschen Sprachraum gibt es keine zweite Gemeinde dieses Namens.
St. Otger Kirche
7. Figurenbrunnen
Erbaut 1984, zur Zeit der Innenstadtsanierung. Er stellt Bischof
Luidger, einen Töpfer, Feldherrn Tilly, Christian von Braun-
schweig, eine Bäuerin, einen Weber, den Bürgermeister, einen Ausrufer mit Glocke und eine Bürgerin dar. Das Werk wurde geschaffen vom Künstler Kleinhues aus Sendenhorst.
Figurenbrunnen
8. Historischer Brunnen
Ein Wahrzeichen der Stadt ist der alte Brunnen (Pütt). Er wurde 1940 durch einen Lastwagen zerstört. Der damalige Standort ist mit einer Bronzeplatte in der Nähe des Figuren-
brunnens gekennzeichnet. Restauriert wurde der Brunnen im Jahre 1965. Nur der thronende Löwe aus dem Jahre 1678 ist erhalten geblieben.
Historischer Brunnen
9. Rathaus
Es wurde erbaut im Jahre 1953. Städtepartnerschaft besteht
mit den Ort St. Vito in Oberitalien und Weerselo in den Nie-
derlanden. Das Stadtwappen, ursprünglich mit drei Vögeln
ausgestattet als Wappen der drei Edelherren von Loen, deren
Stammburg in Stadtlohn lag, wurde nach dem 14. Jh. in 3
Paulusköpfen (Hl. Paulus ist Schutzpatron des Bistums
Münster) umgewandelt. Die Dreizahl wird darauf zurück-
geführt, dass sich das Haupt des Hl. Paulus nach der Ent-
hauptung 3 mal vom Boden erhoben haben soll.
Rathaus
10. Gänsemarkt
Die Wiegboldprivilegien von 1491 berechtigen die Stadt-
lohner, drei ganztägige Märkte und an allen Montagen
Wochenmärkte abzuhalten. Der Name "Gänsemarkt"
taucht erstmals in einer Verpfändungsurkunde vom
24.1.1710 auf. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war
der Begriff im Volksmund lebendig.
Gänsemarkt
11. Kinderbrunnen
Der Brunnen am Haupteingang der Sparkasse mit spielen-
den Kindern aus dem Jahre 1994 wurde geschaffen vom
Bocholter Künstler Jürgen Ebert.
Kinderbrunnen
12. Töpferei B. Erning
Das Töpferhandwerk wird seit 1600 in Stadtlohn betrieben.
Die Brüder Hans und Heinrich van Frechen, genannt die
Krukenbäcker, brachten das Töpferhandwerk aus Frechen,
Landkreis Köln, nach Stadtlohn. Die Firma Erning ist heute
In der 6. Generation in Familienbesitz.
Töpferei B. Erning
13. Alter Friedhof
Er diente als Ruhestätte für die Verstorbenen von 1807 bis
1932. Heute ist Sie eine Gedenkstätte und begrünte Park-
fläche. Die Gruppe "Hirte und Schafe" wurde von Wolfgang
Kreutter im Jahre 1987 geschaffen. Der Künstler hatte eine
Nebenwohnung vom 1.1.986 bis zu seinem Tode am 13.11.
1989 in der "Almsicker Schule"
Alter Friedhof
14. Alter Judenfriedhof
Das Grundstück wurde vom Juden Salomon 1669 erworben.
Es war Begräbnisstätte der Jüdischen Gemeinde von 1680 bis 1921.
Alter Judenfriedhof
15. St. Anna-Stift
Erbaut von 1900 bis 1908 und stand unter kirchlicher Leitung.
Im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Es diente als Inter-
nat für Haushaltsschülerinnen und war Kinderverwahranstalt,
sowie Mittelschule. Nach umfangreichen Umbauarbeiten in
1995 ist jetzt die Hauptschule und die Realschule unter-
gebracht, kurzzeitig auch das neu gegründete Gymnasium.
St. Anna-Stift
16. Synagoge
Am Haus der Bäckerei Teriet weist eine Bronzetafel auf den
ehem. Standort der Synagoge und des jüdischen Gemeinde-
hauses hin. (frühestes 17. Jh.) In der Reichskristallnacht am
9.11.1938 ist die Synagoge abgebrannt.
Synagoge
17. Stadtor
Eines der drei Stadtore war die "Dufkampporte", die vom
14. Jh. bis 19. Jh. in unmittelbarer Nähe des Gasthauses
Schäfers stand. Die Schäfergruppe wurde von der Werk-
Statt Janischowsky & Partner aus Steinfurt im Jahre 1997
gestaltet.
Stadttor
18. Oel-und Schrotmühle
Früher mal beliebtes Motiv für Maler. Nachdem sie mehrmals
renoviert, abgebrannt und wieder aufgebaut worden ist, wurde
sie endgültig am 2.3.1945 zerstört. Das fehlende Schaufelrad
wird heute durch moderne, wassergetriebende Turbinen
ersetzt.
19. Burggarten
Der Standort der Stammburg der Herren von Loen wurde
erstmals 1152 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1238 wurden
die Steine für den Bau der Burg in Bredevoort verwendet.
Nach dem Aussterben der Familie von Loen im Jahre 1316
gingen die Gebäude unter. Durch Töpferfunde konnte man
die Existenz eines Töpferofens aus dem 17. und 18. Jh.
auf dem Burghügel belegen.