Dieses ist der "Große Rundgang"
Er führt an den folgenen Sehenswürdigkeiten von Stadtlohn vorbei.

1. St. Otger Kirche
St. Otger in Stadtlohn gehört zu den vier Urpfarreien im Bistum
Münster. Im Jahre 800 gegründet durch den hl. Ludger, den 1.
Bischof von Münster, noch bevor 804 das Bistum Münster
gegründet wurde. Der hl. Otger war Diakon und Sohn eines
Angelsächsischen Grafen. Sein Grab befindet sich auf dem
Odilienberg bei Roermond/Belgien. Im gesamten deutschen
Sprachraum gibt s keine zweite Gemeinde dieses Namens.
St. Otger Kirche
2. Figurenbrunnen
Erbaut 1984, zur Zeit der Innenstadtsanierung. Er stellt Bischof
Luidger, einen Töpfer, Feldherrn Tilly, Christian von Braun-
schweig, eine Bäuerin, einen Weber, den Bürgermeister, einen Ausrufer mit Glocke und eine Bürgerin dar. Das Werk wurde geschaffen vom Künstler Kleinhues aus Sendenhorst.
Figurenbrunnen
3. Historischer Brunnen
Ein Wahrzeichen der Stadt ist der alte Brunnen (Pütt). Er wurde 1940 durch einen Lastwagen zerstört. Der damalige Standort ist mit einer Bronzeplatte in der Nähe des Figuren-
brunnens gekennzeichnet. Restauriert wurde der Brunnen im Jahre 1965. Nur der thronende Löwe aus dem Jahre 1678 ist erhalten geblieben.
Historischer Brunnen
4. Rathaus
Es wurde erbaut im Jahre 1953. Städtepartnerschaft besteht
mit den Ort St. Vito in Oberitalien und Weerselo in den Nie-
derlanden. Das Stadtwappen, ursprünglich mit drei Vögeln
ausgestattet als Wappen der drei Edelherren von Loen, deren
Stammburg in Stadtlohn lag, wurde nach dem 14. Jh. in 3
Paulusköpfen (Hl. Paulus ist Schutzpatron des Bistums
Münster) umgewandelt. Die Dreizahl wird darauf zurück-
geführt, dass sich das Haupt des Hl. Paulus nach der Ent-
hauptung 3 mal vom Boden erhoben haben soll.
Rathaus
5. Gänsemarkt
Die Wiegboldprivilegien von 1491 berechtigen die Stadt-
lohner, drei ganztägige Märkte und an allen Montagen
Wochenmärkte abzuhalten. Der Name "Gänsemarkt"
taucht erstmals in einer Verpfändungsurkunde vom
24.1.1710 auf. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts war
der Begriff im Volksmund lebendig.
Gänsemarkt
6. Kinderbrunnen
Der Brunnen am Haupteingang der Sparkasse mit spielen-
den Kindern aus dem Jahre 1994 wurde geschaffen vom
Bocholter Künstler Jürgen Ebert.
Kinderbrunnen
7. Töpferei B. Erning
Das Töpferhandwerk wird seit 1600 in Stadtlohn betrieben.
Die Brüder Hans und Heinrich van Frechen, genannt die
Krukenbäcker, brachten das Töpferhandwerk aus Frechen,
Landkreis Köln, nach Stadtlohn. Die Firma Erning ist heute
In der 6. Generation in Familienbesitz.
Töpferei B. Erning
8. Alter Friedhof
Er diente als Ruhestätte für die Verstorbenen von 1807 bis
1932. Heute ist Sie eine Gedenkstätte und begrünte Park-
fläche. Die Gruppe "Hirte und Schafe" wurde von Wolfgang
Kreutter im Jahre 1987 geschaffen. Der Künstler hatte eine
Nebenwohnung vom 1.1.986 bis zu seinem Tode am 13.11.
1989 in der "Almsicker Schule".
Alter Friedhof
9. Alter Judenfriedhof
Das Grundstück wurde vom Juden Salomon 1669 erworben.
Es war Begräbnisstätte der Jüdischen Gemeinde von 1680 bis 1921.
Alter Judenfriedhof
10. St. Anna-Stift
Erbaut von 1900 bis 1908 und stand unter kirchlicher Leitung.
Im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört. Es diente als Inter-
nat für Haushaltsschülerinnen und war Kinderverwahranstalt,
sowie Mittelschule. Nach umfangreichen Umbauarbeiten in
1995 ist jetzt die Hauptschule und die Realschule unter-
gebracht, kurzzeitig auch das neu gegründete Gymnasium.
St. Anna-Stift
11. Synagoge
Am Haus der Bäckerei Teriet weist eine Bronzetafel auf den
ehem. Standort der Synagoge und des jüdischen Gemeinde-
hauses hin. (frühestes 17. Jh.) In der Reichskristallnacht am 9.11.1938 ist die Synagoge abgebrannt.
Synagoge
12. Stadtor
Eines der drei Stadtore war die "Dufkampporte", die vom
14. Jh. bis 19. Jh. in unmittelbarer Nähe des Gasthauses
Schäfers stand. Die Schäfergruppe wurde von der Werk-
statt Janischowsky & Partner aus Steinfurt im Jahre 1997
gestaltet.
Stadttor
13. Pfarrzentrum
Das Pfarrzentrum sowie die Seniorentagesstätte wurden 1975
Errichtet. "Die Vorlesende" weist auf die hinter dem Pfarr-
zentrum liegende Bücherei hin. Sie wurde geschaffen von
dem Bocholter Künstler Jürgen Ebert im Jahre 1989.
Pfarrzentrum
14. Stadthalle
Um die Jahrhundertwende als Turn- und Schützenhalle er-
baut. Im Krieg diente sie auch als Notkirche. Nach dem Um-
bau von 1970 erhielt sie ihr jetziges Aussehen.

Stadthalle
15. Kiepenkerl
Ein unvollendetes Werk vom Stadtlohner Bildhauer Josef
Brinkkamp (am 17.3.1945 in Breslau gefallen). Zu dieser
Statue stand der Kiepenkerl Bernhard Tenbrock Modell.
Die Skulptur wurde aus Kreuzheimer Muschelkalk ge-
fertigt. Im Auftrag gab sie der ehem. Kreisdirektor
Sümmermann um an die "Hollandgänger" vergangener
Tage zu erinnern. Das Werk wurde von der Stadt Stadt-
lohn angekauft und steht seit 1978 an seinem jetzigen
Standort.
Kiepenkerl
16. Eisenbahnmuseum
Es befindet sich in der ehem. Güterabfertigung und wurde
1996 eröffnet. Gezeigt werden Dokumente und Ausstattungs-
details der damaligen Nordbahn, die 1902 in Dienst ge-
stellt wurde. Befahren wurden die Strecken von Burgstein-
furt nach Borken, Stadtlohn und Vreden, wobei Stadtlohn
der zentrale Knotenpunkt bildete. Seit dem 1.4.1989 ist der
Bahnbetrieb eingestellt. Besonders sehenswert sind im
Außengelände eine 1935 bei Krupp gebaute Lokomotive.
Das Museumsinnere hält eine umfangreiche Fotosammlung
bereit, sowie eine 70jährige Modelleisenbahn der Spur "O",
alte Möbelstücke, Fahrkartenschrank, eine Motordraisine,
alte Baupläne und vieles mehr.
Geöffnet am 1. Sonntag im Monat (Mai - Okt.) oder auf
Anfrage Tel. 02563/3557
Eisenbahnmuseum
17. Hilgenbergkapelle
Die Wallfahrtskapelle "Unserer lieben Frau" steht auf einem
Umfangreichen spätbronzenen -und jungeisenzeitlichen
Brandgräberfeld. Die Geschichte der Kapelle auf dem Hil-
genberg reicht weit ins Mittelalter zurück. Der erste schrift-
liche Hinweis datiert aus dem Jahre 1525. Die mündliche
Überlieferung erzählt, dass Tilly nach seinem Sieg über
Christian von Braunschweig im August 1623 in der Hilgen-
bergkapelle gebetet haben soll. Die Osterdienstag-Prozes-
sion, von der Kirche zur Kapelle, wird bereits 1616 er-
wähnt. Wallfahrten aus den Nachbarorten werden erstmals
1717 genannt. Unter Fürstbischof Friedrich Christian von
Plettenberg wurde die Kapelle 1695 neu erbaut. Seit dem
Findet alljährlich am Fest Mariä Heimsuchung am 2.6.
Eine Prozession statt. Berichte von Wunderheilungen in
Den Jahren 1739-1749 sowie Viehseuchen in den Jahren
1761 und 1779 ließen den Zustrom der Pilger schnell an-
wachsen, so dass Stadtlohn nach Telgte zum zweitwich-
tigsten Wallfahrtsort im Westmünsterland wurde. Der
Diebstahl des Madonnenbildes in der Nacht vom 13. auf
den 14. September 1886 bedeutete das tragische Ende der
Wallfahrt. Bischof Keller schenkte im Jahre 1954 den
Stadtlohnern ein neues Wallfahrtsbild, die sogenannte
"Raesfelder Madonna". Die Medaillons des Altarauf-
satzes zeigen links die Gesetze des glorreichen und rechts
die des schmerzhaften Rosenkranzes und gipfeln oben in
der Krönung Mariens. Die reichbemalte Kassendecke ist
bei der Restaurierung der Kapelle um 1885 geschaffen
worden.
Hilgenbergkapelle
18. Neuer jüdischer Friedhof
Begräbnisstätte der jüd. Gemeinde von 1921 bis 1940.
Neuer Jüdischer Friedhof
19. Sportanlagen
Tennisanlage-Bekannt durch das alljährlich statt-
findene Pfingsttunier
Schießsportanlage-Die Stadtlohner Sportschützen
Haben hier das Gebäude einer Hühnerfarm in eine
zweckdienliche Anlage umfunktioniert.
Reithalle-Der reit-und Fahrverein St. Martin hat hier
seine Halle mit Boxen u. Tunierplatz geschaffen.
Sportanlagen
20. Losberg-Park mit Spieker
Der Losberg-Park hat seinen Namen von einer dort bis
1958 angehäuften Düne. Diese wurde leider abgetragen
zwecks Einbettung des Freibadbeckens. Heute hat man
einen künstlichen Hügel angehäuft, der den Kindern vor
allem im Winter als Abfahrtsstrecke dient. Der Spieker
wurde nach Fertigstellung des Parks 1979 errichtet. Vor
allem an den Sommerztagen bietet er die Möglichkeit eine
kleine Rast einzulegen. Ganzjährig wird er genutzt für
Festlichkeiten verschiedenster Art.

Losberg-Park mit Spieker
21. Sonderschule
Die Johannes-Schule mit angegliederten sozial ausgerichte-
ten Vereinen ist für Kinder, die einer intensiven Betreuung
bedürfen, eine bekannte Ausbildungsstätte, auch für die
umliegenden Orte. Gegenüber der Schule befindet sich die
Halle für das therapeutische Reiten.
Sonderschule
22. Schießstand
Mit der Schießanlage gibt der Verkehrsverein seinen Gästen
die Gelegenheit ihr persönliches Schützenfest zu feiern.

Schießstand
23. Oel-und Schrotmühle
Früher mal beliebtes Motiv für Maler. Nachdem sie mehrmals
renoviert, abgebrannt und wieder augebaut worden ist, wurde
sie endgültig am 2.3.1945 zerstört. Das fehlende Schaufelrad
wird heute durch moderne, wassergetriebende Turbinen
ersetzt.
Oel-und Schrotmühle
24. Burggarten
Der Standort der Stammburg der Herren von Loen wurde
erstmals 1152 urkundlich erwähnt. Im Jahre 1238 wurden
die Steine für den Bau der Burg in Bredevoort verwendet.
Nach dem Aussterben der Familie von Loen im Jahre 1316
gingen die Gebäude unter. Durch Töpferfunde konnte man
die Existenz eines Töpferofens aus dem 17. und 18. Jh.
auf dem Burghügel belegen.

Burggarten